Bauhaus adé

Wagner: Das Rheingold Dessau / Theater

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Mit zwei Alleinstellungsmerkmalen wollte Dessaus scheidender Intendant André Bücker seinen «Ring» unverwechselbar machen: Zum einen ließ er Raum und Kostüme im Stil von Oskar Schlemmers Bauhausbühne gestalten; zum anderen erzählte er die Story rückwärts, die «Götterdämmerung» stand also am Anfang (Premiere war im Mai 2012). Das ist die Reihenfolge, in der Wagner die Handlung entwickelte, um die Vorgeschichte zu «Siegfrieds Tod», dem Ausgangspunkt des Zyklus (und Kern der späteren «Götterdämmerung») nachzureichen. Interessante Idee.

Ein Ring hat keinen Anfang und kein Ende, warum also nicht mal so? In der Praxis hat sie freilich nicht recht funktioniert, viel blieb zunächst im Dunklen, weil wichtige Informationen zum Verständnis des Geschehens und der Figuren fehlten. Sollte «Das Rheingold» zum Abschluss Antwort auf alle offenen Fragen geben?

Leider nein. Für sich genommen hat die letzte Premiere des Dessauer «Rings» durchaus ihre Reize. Als Schlussstein der Tetralogie indes stiftet sie eher noch mehr Verwirrung. Das fängt damit an, dass die Bauhaus-Ästhetik immer mehr zurückgenommen wurde. Der verdrehte Würfel, der uns als Walkürefelsen begegnete, ist zwar auch hier zu sehen, jetzt ...

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Opernwelt März 2015
Rubrik: Panorama, Seite 46
von Udo Badelt

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