Zeigen, was nicht mehr ist
Bis Anfang November 2019 war die Ausstellung „Von Mossul nach Palmyra. Eine virtuelle Reise durch das Weltkulturerbe“ in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen. Die Schau zeigte vier multireligiöse Kulturstätten im Irak, in Syrien und Libyen – Mossul, Aleppo, Palmyra und Leptis Magna – in Geschichte, Gegenwart und Zukunftsentwürfen. Die Präsentation kam ganz ohne Vitrinen und Objekte aus und bot stattdessen eine digitale Szenografie – mit 3D-Projektionen und VR-Technik.
Es ist die letzte Ausstellungswoche in Bonn.
Einige Schulklassen stehen im großen Foyer der Bundeskunsthalle und versuchen sich zu sammeln, aber auch zahlreiche Einzelbesucher kommen direkt zum Öffnungsbeginn am Morgen. Zeitgleich läuft die Ausstellung „California Dreams. San Francisco – Ein Porträt“ und der Presserundgang zur Martin-Kippenberger-Schau. Den Trubel im Foyer lasse ich hinter mir, denn hinter dem Eingang zum Ausstellungsbereich „Von Mossul nach Palmyra“ umfängt mich abgedunkeltes Licht und eine meditative Klangkulisse. Es ist orientalische Musik, die mit ihren sich wiederholenden Mustern so wirkt, als spiele sie sowohl im Kreis als auch im sich ständig verändernden Fluss. Ein gelungener Grundton für ...
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BTR Ausgabe 6 2019
Rubrik: Thema: Technologien & Produktionen, Seite 28
von Antje Grajetzky
Schwerpunktthema: Licht-, ton- und Medientechnik
Vom 31. März bis zum 3. April 2020 findet in Frankfurt wieder die Prolight + Sound statt, eine der bedeutendsten internationalen Messen rund um das Veranstaltungswesen. Passend dazu berichten wir ausführlich über aktuelle Licht-, Ton und Medientechnik und wie sie an verschiedenen Orten – ob Theater,...
Das Sanierungsprojekt des Ensembles von Schauspiel, Oper, Kleinem Haus und Kinderoper in Köln war in der Öffentlichkeit schon fast in Vergessenheit geraten. 2015 wurde das Projekt nach kurz-fristig abgesagter Wiedereröffnung fundamental neu aufgestellt. Jetzt geht der Blick nach vorn, wie ein Gespräch mit Bernd Streitberger, der das Projekt seit 2016 leitet, und...
Im Jahr 1956 wurde das Theater Münster als erster Theaterneubau der Bundesrepublik Deutschland nach einem Entwurf der Architekten Harald Deilmann, Max von Hausen, Ortwin Rave und Werner Ruhnau eröffnet. Das Große Haus mit 897 Plätzen ist bis heute im Originaldesign erhalten: mit lilafarben gepolsterten Sitzen, drei mit Korbflechtwerk verkleideten Rängen und...
