Reale Virtualität – ein Quantensprung
Der interaktive Tanzfilm „VR_I“ des Choreografen Gilles Jobin erlaubt fünf Personen, sich in einer virtuellen Umgebung frei zu bewegen. In 3D und auf 360° stellt er den Zuschauer in den Mittelpunkt – fünf Besucher können als Avatare in der 15-minütigen Inszenierung gleichzeitig interagieren und auch miteinander sprechen. Die Arbeit des Genfers wird begeistert aufgenommen und immer mehr zum Welterfolg – bis Mai tourte sie durch Asien, gegenwärtig ist sie in Russland.
Die Nachricht wäre im Grunde banal.
Das interaktive „VR_I“ des Genfer Choreografen Gilles Jobin geht auf Asien-Tournee: Shanghai, Seoul, Tokio, Singapur … Banal? Nicht so in diesem Fall. Eine Asien-Tour ist eben nicht nur gut für die Kassen. Das fernöstliche Interesse an der Produktion zeigt vor allem, dass eine europäische Kreation in virtueller Realität auch in absoluten Technologie-Hochburgen beeindrucken kann. Mehr als 12.000 Zuschauer in 30 Städten auf vier Kontinenten haben das Werk bereits gesehen, verlautbarte die Compagnie im April 2019. „VR_I“ sei außerdem weltweit das am ausgiebigsten tourende Werk in virtueller Realität. Und das obwohl pro Einspielung nur fünf Personen in den Genuss von „VR_I“ kommen und ...
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BTR Sonderband 2019
Rubrik: Thema: Technologie, Seite 92
von Thomas Hahn
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