„Philemon und Baucis“ – Haydn, ein Event?
Noten, Vorspiel und Texte zu Haydns „Philemon und Baucis“ waren lange verschollen, tauchten aber später in Einzelteilen und an diversen Orten wieder auf. Die Theater Bautzen und Radebeul sowie unser Autor – Bühnen-, Kostümbildner und Schöpfer der Marionetten – wollten die alte Oper dem heutigen Publikum nicht museal und geschichtlich korrekt, sondern lustvoll und verständlich nahebringen. Auf der diesjährigen Bühnentechnischen Tagung in Dresden war die barocke Bühne zu bewundern.
Wie schön, dass auch im staatlichen Theater nicht nur Behördenwege gelten! Immer wieder entflammt einzelner kreativer Enthusiasmus andere – und bringt Spiel zur Welt. Da begeistert sich ein experimentierfreudiger Dirigent (Jan Michael Horstmann) für eine Haydn-Oper, die infolge eines Theaterbrands eigentlich nicht mehr existiert. Er steckt zwei miteinander befreundete Intendanten, Manuel Schöbel (Landesbühnen Sachsen Radebeul) und Lutz Hillmann (Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen) an – beide beschließen eine Kooperationsarbeit und setzen die komplizierte Aufgabenverteilung in ihren Theatern durch: Radebeul stellt das Orchester mit Dirigent, Sängern und Chor sowie deren Kostüme und Perücken, Ankleider ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 5 2018
Rubrik: Foyer: Aktuell, Seite 6
von Eberhard Keienburg
Die Ressourcen unserer Welt werden immer knapper. Veranstaltungen unterschiedlicher Art immer aufwendiger. Im Sommersemester 2018 erarbeiteten Studenten der Beuth Hochschule unter Leitung der Autorin Alternativen zu der aktuellen Verschwendung von Material, insbesondere bei Messeveranstaltungen.
Inzwischen werden so viele Ressourcen für Veranstaltungen benötigt,...
Whenever we argue about what makes the perfect theatre, we can usually agree that its primary purpose is to conjure the best possible relationship between actors and audience. What makes some better than others in conducting energy and generating atmosphere is more debatable, but I would argue that irrespective of scale or style, chief amongst the essential...
Mit einer Rekordauslastung endeten die diesjährigen Bregenzer Festspiele: In den Opernaufführungen „Carmen“, „Beatrice Cenci“ und „Das Jagdgewehr“ wird der Tod dreier starker Frauen, die auf je unterschiedliche Weise versuchen, gesellschaftliche Grenzen zu überschreiten und sich dabei schuldig machen, effektvoll in Szene gesetzt. Imposant, prunkvoll und klug...
