Kulturgeschichte des inszenierten Sehens

Die Ausstellung „Diorama – Erfindung einer Illusion“ in Frankfurt

Bühnentechnische Rundschau - Logo

Die Kunsthalle Schirn in Frankfurt am Main widmet einer besonderen Kunstform, dem Diorama, derzeit eine große Ausstellung. Ein effektvoller Spiegelraum des Künstlers Philipp Fürhofer in der Rotunde des Museums schafft das Entree zu einem Rundgang durch die erstaunliche Geschichte der inszenierten Kunstwelten. Diese Welt entstand in Kooperation der „Schirn“ mit dem Pariser Palais de Tokyo. Sie zeigt die vielen Facetten des Dioramas vom Mittelalter bis heute.

Zur Frankfurter Ausstellung „Diorama – Erfindung einer Illusion“ in der Kunsthalle Schirn gelangt man über einen runden Innenhof, wo gleich schon ein formatfüllender Spiegel überrascht, der hoch über den Köpfen als Folie aufgespannt ist. Bildet er in einem Moment das Pflaster des Hofes mit all seinen Besuchern ab, wandelt er sich im nächsten Moment in eine halbtransparentes Medium. Platz und Menschen vervielfachen sich. Ein riesiger Raum tut sich nach oben hin auf, um sich im nächsten Moment per Lichtwechsel noch zwei, dreimal zu verändern – dann schließt sich der Spiegel wieder. Das Pflaster und die auf dem Kopf stehenden Betrachter sind wieder da. Das verblüfft, das überrascht, das geht ganz lautlos über die Bühne und bildet ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

BTR Ausgabe 6 2017
Rubrik: Thema: Ausstellungen, Seite 14
von Herbert Cybulska

Weitere Beiträge
The Sydney Opera House Revisited

It stands by itself as one of the indisputable masterpieces of human creativity, not only in the 20th century, but in the history of humankind”.  Expert evaluation report to the UNESCO World Heritage Committee 2007 on the Sydney Opera House.The building opened in October 1973 to universal architectural acclaim.The Sydney Opera House is undoubtedly one of the most...

A feast for the eyes, ears, – and nose, too

What happens when our sense of smell is purposefully involved in theatre? This question is currently being explored by Paris-based director Violaine de Carné. In cooperation with biochemist Laurence Fanuel, she creates olfactory stage productions to send messages straight to the unconscious.  

There is a growing desire among theatre-makers to offer audiences...

Opernkostüme spielen ihre eigene Rolle

Der britische Videokünstler Ed Atkins zeigt im Berliner Martin-Gropius-Bau eine Ausstellung, bei der 6000 Kostüme aus dem Fundus der Deutschen Oper einen großen Auftritt haben. Sie werden zusammen mit Filmen und Videos sowie Sound-Kulissen zu einem „Kammerspiel“ arrangiert, wie der Künstler es nennt. Fünf Akte, fünf Räume, in denen unserer modernen Zivilisation ein...