Himmlisch höllische Horizonte
Vom 23. Februar bis zum 29. Juli sollen auf dem Faust-Festival über 500 Veranstaltungen, an dem sich mehr als 120 Kultureinrichtungen beteiligen, ein breites Publikum verführen: Kunst, Literatur, Theater, Tanz, Konzerte, Diskussionen, theologische Gespräche, wissenschaftliche Vorträge, Partys, Radio, Fernsehen – überall großes Drama, bis hin zu „Faust-Menüs“ und Schaufensterinstallationen. Sowohl die Kunsthalle München als auch das Deutsche Theatermuseum München locken auf je eigene Weise.
In München war Johann Wolfgang Goethe nie.
Der historische Faust wohl auch nicht. Es gibt kein Jubiläum, keinen Jahrestag. Dennoch schwelgt eine ganze Metropole im „Faust“-Fieber. Das Festival entstand auf Initiative der Kunsthalle München und des Gasteigs und feiert Goethes Drama in vielen Facetten. Bei der Arbeit an der Ausstellung „Du bist Faust – Goethes Drama in der Kunst“ hatte Roger Diederen, der Direktor der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, sowohl die Komplexität als auch die Aktualität dieses Stoffes für sich entdeckt und wollte seine Begeisterung mit den Kulturschaffenden der Stadt teilen. So lud er im September 2016 zum ersten „Faust-Frühstück“ ein, dem weitere folgen sollten. Max ...
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BTR Ausgabe 2 2018
Rubrik: Foyer: Aktuell, Seite 8
von Eva Maria Fischer
Vom Dekor zum Bühnenraum als dramaturgisch gestaltendes Element: Der am 13. Februar verstorbene Wilfried Minks hat in den Sechzigerjahren die Kunst des Bühnenbilds neu erfunden. Leere weiße und offene Räume, in denen auch die bildende Kunst Einzug hielt, waren eine Herausforderung für die Schauspieler und oftmals eine Provokation für die Zuschauer. Wilfried Minks...
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts veränderte die Entwicklung der elektrischen Beleuchtung die Bühnenbilder rasant. An diesem Umbruch wirkte auch Allround-Künstler Alexander von Salzmann mit, der zugunsten der Bildungsanstalt Hellerau von 1913 bis 1915 vier Patente für Beleuchtungskonzepte anmeldete.
Anlässlich des Tanzfestivals „Rekonstruktion der Zukunft – Raum,...
Zu dieser Spielzeit startete der neue Intendant Anselm Weber mit einem ehrgeizigen Spielplan. Neben aktuellen Stücken wurde die Frage „Was hat Shakespeare uns heute noch zu sagen?“ in zwei Inszenierungen beleuchtet, „Richard III“ und „Romeo und Julia“. Für beide schuf der Bühnenbildner Stéphane Laimé ganz unterschiedliche Bühnenräume, in beiden Inszenierungen aber...
