Bilder, die unter die Haut gehen
Die Seebühne für die Inszenierung von Georges Bizets „Carmen“ offenbart während der Aufführungen nur einen kleinen Teil dessen, was wirklich in ihr steckt. Mit einem neuen visuellen Angebot lassen sich die Bregenzer Festspiele jetzt im wahrsten Sinne des Wortes in die Karten schauen und geben den Blick bis in vorher nicht gekannte Tiefen frei – und erlauben damit eine Reise nicht nur hinter die Kulissen, sondern bis auf den Grund des Bühnenbilds.
Welches Geheimnis steckt eigentlich hinter den inzwischen berühmten Riesenhänden, die da auf dem Bodensee die Karten als Symbol für Carmens Schicksal neu mischen (BTR 5/2017)? Welche Konstruktion macht es möglich, dass ihre Anmutung trotz der gigantischen Größenverhältnisse so natürlich wirkt? Welches technische Zusammenspiel verbindet sich da zu fast magischer Kraft, um die Komponenten der komplexen Bühne geschmeidig in die szenischen Abläufe einzubinden? Bühnen vom Ausmaß der Bregenzer Dimensionen bedeuten allein wegen ihrer Vielschichtigkeit per se schon Bühnenzauber. „Die Seebühne ist viel zu außergewöhnlich, um ihre Finessen und Details im Verborgenen zu lassen. Darum zeigen wir sie jetzt mit dem visuellen Tool des Röntgenblicks“, ...
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BTR Sonderband 2018
Rubrik: Thema: Technologien, Seite 106
von Erich Nyffenegger
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