Schauspielhaus Zürich

CNC-Frästechnik versus Handarbeit

Ein überdimensionales Kissen in "Grimmige Märchen" am Schauspielhaus Zürich

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Ein goldener Raum, komplett ausgefüllt von einem riesigen Kissen: Unser Autor hat die Entwicklung dieses „unförmigen“ Bühnenbilds dokumentiert, vom Computer- und Tonmodell bis zur Herstellung. Der Vergleich der zwei Methoden – maschinelle Fertigung und Handarbeit – zeigt, dass jede mit erheblichem Aufwand verbunden war. Alle Vor- und Nachteile ergaben sich erst im Prozess der Planung. Letztlich entschied man sich für eine Produktion des Kissens in Handarbeit.

Der Regisseur Herbert Fritsch entwirft für seine Stücke auch das Bühnenbild – knallbunt, expressiv in Form und Farbe sind meist seine Räume, die Schauspieler stecken in schrillen Kostümen von Victoria Behr mit passender Maske und Frisur. Auch in seinem jüngsten Werk am Schauspielhaus Zürich, das im April seine Premiere feierte, konnte man diesen unverwechselbaren Stil erleben. In „Grimmige Märchen“ entdeckte der Regisseur die Märchenwelt der Brüder, stellte sie auf den Kopf und erzählte sie neu – „noch böser, radikaler und verwunschener“ –, aber mit den altbekannten Figuren und Wesen.

Fritsch entwickelte für das Stück die Idee von einem großen, in seiner Materialität aber festen Kissen in einem goldenen, konischen Raum. Ein ...

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BTR Ausgabe 3 2017
Rubrik: Thema: Bau & Betrieb, Seite 80
von Paul Lehner

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