Starkes Licht für dramatische Effekte
Limelight, das Rampenlicht – ein immer noch vertrauter Begriff am Theater – geht auf diesen Scheinwerfer zurück: Mit glühendem Kalk (Kalkstein, engl. limestone) wurden im 19. Jahrhundert viele Bühnen effektvoll beleuchtet. Erfunden von Thomas Drummond wurde das Kalklicht erstmalig 1825 eingesetzt – und verschwand nach einigen Jahrzehnten wieder. Die Erfindung der Elektrizität veränderte auch die Welt der Bühnenbeleuchtung. Der Autor hat den Nachbau der historischen Lichtquelle initiiert.
Oberflächlich betrachtet beginnt die Geschichte der Theaterbeleuchtung mit der Wachskerze und den Raps-Öllampen. Darauf folgte die Argand-Leuchte, eine mit Petroleum betriebene Lampe, die wiederum von der allgemeinen Gasleuchte abgelöst wurde, der schließlich gegen Ende des 19. Jahrhunderts die elektrisch betriebene Bühnenbeleuchtung folgte.
Bei dieser chronologischen Betrachtung bleibt jedoch eine kurze, aber sehr wichtige Station der Entwicklung der Bühnenbeleuchtung unberücksichtigt – es ist die Zeit von etwa 1825 bis 1860. Dieser Zeitraum markierte den Übergang von der Beleuchtung mit Petroleumlampen zu den mit Gas betriebenen Leuchten. In dieser Phase wurde der Kalklichtscheinwerfer ...
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BTR Ausgabe 2 2019
Rubrik: Thema: Licht & Ton, Seite 38
von Klaus Wichmann/Co-Autor Winfried Kutsch
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